Tauchausrüstung

Drei, zwei, eins….meins!

 

…“Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreich bestandenen Open Water Diver Kurs“

…mit diesen Worten endet für gewöhnlich die Mission des Tauchlehrers, jedenfalls für den Anfang.
Doch zu unserer großen Freude, folgen häufig viele Fragen bzgl. des nun anstehenden Equipment-Kaufs.
Fakt ist, dass selten so viele Fehler gemacht werden, wie bei der Anschaffung der „Erstausstattung“.

Wer sich hier falsch entscheidet, kauft unter Umständen früher oder später alles neu.
Aus diesem Grund haben wir uns entschieden Euch fürs Erste eine Auflistung von den Dingen zu geben, die wir selbst benutzen, da wir dazu auch eine eigene Wertung abgeben können.

…alles beginnt mit der eigenen ABC-Ausrüstung!
Richtig ausgewählt, wird sie Euch vom Open Water Diver bis zum Tauchlehrer begleiten!

1) Maske:

Bei der Maske gibt es nur ein Kriterium:
Sie muss passen!
Farbe, Form und Marke sollten hier keine zu große Bedeutung beigemessen werden. Der Sitz entscheidet.

2) Schnorchel:

Schnorchel gibt es in unterschiedlichster Ausführung.
Wir empfehlen jedoch die einfachste Variante:
Den Schnorchel ohne Ausblasventil, da man diesen auch zur Beatmung während einer Rettung verwenden kann.

3) Flossen:

obwohl wir grundsätzlich eine tiefe Abneigung gegen die Firma MARES hegen, haben wir bisher noch keinen alternativen Hersteller für unsere Flossen finden können.
Aber wir testen fleißig weiter!

Lena:

Scubapro Spectra, Zweiglasmaske

Pro: super Tragegefühl, perfekter Sitz, zerlegbar in Einzelteile
auch mit polarisierten Gläsern erhältlich.
Contra: Rahmen- Maskenbandverbindung anfällig

Mares ProFlex Schnorchel

Pro: flexibel, kann bei Bedarf eingerollt im Jacket verstaut werden. Kein Ausblasventil
Contra: Mundstück nicht wechselbar
Tipp: Flexi Schnorchel gibt es von vielen unterschiedlichen Herstellern

Mares Quattro Excel + 

Pro: gute Qualität, hartes Flossenblatt, erhältlich in einem tollen Pink

Fazit: niemals eine andere Flosse, als eine aus der Mares Serie

Liko:

Oceanic Shadow, Einglas-Maske

Pro: perfekter Sitz, angenehmes Material
Contra: nicht zerlegbar

Mares Sahara Pro
nicht mehr erhältlich

Pro: kein Ausblasventil, komfortable Position, wechselbares Mundstück
Contra: nicht flexibel

Mares plana avanti quattro ABS

Pro: gute Qualität, hartes Flossenblatt
Contra: –

Fazit: nichts anderes!!!

Ohne ihn geht gar nichts….Der ATEMREGLER

Als erstes stellt sich die Frage: wo werdet ihr Euren Atemregler einsetzen?
Für alle Urlaubstaucher, die zwischen Malediven und Ägypten hin und her pendeln lohnt sich kein teurer Kaltwasserautomat.
Solltet ihr jedoch auch die deutschen / schweizer Seen erkunden wollen, müsst ihr schon etwas tiefer in die Tasche greifen!

Lena:

Mares 1. Stufe MR 22 T im Set mit Abyss 2. Stufe und
Octopus Abyss, montiert

Finimeter: Uwatec – Mineralglas
leider nicht mehr erhältlich

Miflex-Schläuche für maximalen Komfort

Pro: unschlagbar im kalten Wasser
Contra: 2. Stufe flutet leicht, in abschüssiger Position

Einer der Top Automaten für kaltes Wasser!

Liko:

Aqualung Legend LX Supreme ACD Atemregler mit Octopus Titan LX

Finimeter: Polaris Mineralglas Kapselfinimeter

Miflex-Schläuche für maximalen Komfort

Pro: Perfekter Atemkomfort in jeder Position unter Wasser
Contra: –

Der Legend ist ein Liebhaberstück und absolut empfehlenswert.

Anzug:

Auch hier gilt zunächst: wo wollt Ihr ihn benutzen?
Auf den Malediven genügt uns derzeit ein Tropenanzug.
In anderen Gegenden benötigt Ihr jedoch mehr Isolierung.

Generell gilt: beim Anzug muss vordergründig die Passform stimmen. Dennoch gibt es große Unterschiede beim verwendeten Neopren und folglich in der Haltbarkeit.

Lena:

Waterproof W30 2.5mm lang

Pro: extreme Haltbarkeit, kaum Abnutzung trotz Dauerbelastung! + Cooles Design
Contra: starres Neopren, wenig Stretch

Bester Anzug ever!!!!!

Liko:

Mares: Reef 3mm long

Pro: gute Passform, angenehmes Material + Cooles Desgin
Contra: unbequeme Manschetten, schwieriges An-bzw. Ausziehen

Zeige mir Dein BCD…und ich sage Dir wie und wo Du tauchst 🙂

Das Jacket sollte den individuellen Bedürfnissen entsprechen.
So z.B. könnt Ihr als Urlaubstaucher in den Tropen ein anderes Jacket benutzen als mit dem Trocki im See.
Auch die Passform, die Ausstattung mit D-Ringen und Taschen, sowie die Größe gibt es in zahlreichen Variationen.
Ein Anfänger sollte jedoch ein Wing Jacket vor dem Kauf unbedingt Probetauchen.
Wir empfehlen einem ungeübten Taucher eher ein Hybrid-Jacket.

Lena:

Scubapro Seahawk

Bauart: Wing

Pro: optimale Schwimmlage, gute Verarbeitung
Contra: für Anfänger / Gelegenheitstaucher nicht unbedingt geeignet

Einmal Wing immer Wing.
Außerdem bekennender Fan von Scubapro Jackets!

Liko:

Scubapro Knighthawk
nicht mehr erhältlich
Bauart: Wing

Notiz: Vorgänger des Seahawk. Bis auf die Taschen, die in der neueren Version nachgerüstet wurden kein Unterschied

Pro: Optimale Schwimmlage, besonders bei Frogkick
Contra: für Anfänger nicht unbedingt geeignet

Bleigurt oder Integriertes Blei?

Lena:

Bleigurt!

Mares Marseillaise Belt- Elastischer Bleigurt mit verstellbarer Edelstahlschnalle, Apnoe geeignet

Pro: der elastische Apnoegurt sitzt nicht schmerzhaft in der Taille sondern da, wo man ihn haben möchte,
z.B. tief auf der Hüfte.

Contra: –

Liko:

integriertes Blei!

beide vorgestellten BCDs sind bleiintegriert

wieviel Technik braucht der Taucher wirklich?

Der Tauchcomputer:

Lena:

Suunto D6i
Preis: 629,- Euro

Pro: einfache Handhabung, Armbanduhrformat, Apnoe-Funktion, zuverlässig
Contra: der integrierte Kompass funktioniert nicht

Ich würde eher zum D4i raten.

Liko:

Suunto D4

Notiz: dieser Computer ist nur noch in der Ausgabe D4i verfügbar

Pro: einfache Handhabung, Armbanduhrformat, Apnoe-Funktion, zuverlässig
Contra: –

Genialer Computer!

Und dann sind da noch die vielen Kleinigkeiten, wie

– Messer
– Kompass
– Booties
– Boje

MESSER

Unser Tipp: je kleiner desto besser. Ein großes Schlachtermesser oder Samurai Schwert braucht wirklich niemand an seiner Tauchausrüstung.

Lena & Liko:

Scubapro White Tip

Pro: schön klein und handlich, günstig

Contra: nur für den Notfall, für Arbeiten unter Wasser nicht geeignet. 
 es fällt zu einfach aus der Halterung —> muss zusätzlich gesichert werden.

BOOTIES

Lena & Liko:

Aqualung Superzip Ergo 6.5mm

Pro: in kleinen Größen erhältlich!
Contra: schlechte Verarbeitung

KOMPASS

Lena:

Suunto SK 7 mit Retractor für SK 7 

Pro: der beste Kompass auf dem Markt. Genaue Richtungsangabe selbst bei Neigung
Contra: teuer

Der Kompass ist eine Anschaffung fürs Leben!

KOMPASS

Liko:

Suunto Kompass Clipper

Pro: genialer Kompass den man an den Tauchcomputer festklippen kann. Alles kompakt und klein, in gewohnter Suunto Qualität!

Contra: nur Richtungsangabe. Für genaue Navigation zu klein

BOJE

Lena:

Mares Diver´s Alert Markierboje
Minireel inkl. Karabiner

Pro: einfach aufblasbar, hält die Luft auch an der Oberfläche, zusätzliche Lasche für Leuchtmittel bei Nachttauchgängen, und Reflektorstreifen
Contra: teuer!

BOJE

Liko:

Subgear Dekompressions- Boje Standard
SurfaceMARKER Webbing Deployment System WDS Bojenleine

Pro: günstig und mit eigener Tasche, leicht aufblasbar mit Octopus
Contra: hält die Luft nicht an der Oberfläche

Empfehlung: an der Boje sollte man lieber nicht sparen!

Fazit: das Webbing System ist einfach der Hit!!!!

Wir hoffen wir konnten Euch damit einen ersten Überblick im Equipment Dschungel liefern.
In den kommenden Wochen planen wir weitere Beiträge in denen wir eingehend auf unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände eingehen, diese, nach unseren Erfahrungen bewerten und Vorschläge abgeben.

Generell bleibt uns nur der Ratschlag:

Form follows function!


Grundsätzlich kann man nur davon abraten, aus Design-Gründen alle Ausrüstungsteile aus einer Serie zu kaufen.
Damit outet Ihr Euch nicht nur als „Styler“ in Eurem nächsten Urlaub, sondern verpasst auch die Gelegenheit sich von jeder Firma die besten und haltbarsten Produkte auszusuchen

Ihr müsst Euch in Eurem Equipment wohl und sicher fühlen!

Bis dahin,
gut Luft und Happy Bubbles!!!!

3 Comments

  • Darian sagt:

    Danke für den Beitrag – gerade die Flossen sind wichtig – hatte oftmals das Problem, dass die nicht 100% richtig gepasst haben – das würde ich aber jedem empfehlen, der entspannt und ohne Probleme tauchen gehen möchte 🙂

    • Liko sagt:

      Absolut Darian,

      Das die Ausrüstung passt, ist unerlässlich.
      Komisch, daß Du gerade Flossen ansprichst. Sie sind momentan der Ausrüstungsteil, der mich persönlich am meisten ärgert. Sie gehen heutzutage viel zu schnell kaputt. Meine Flossen sind mittlerweile 16 Jahre alt und aus alter, qualitativ hochwertiger Produktion. Das selbe Modell wird heute an anderer Stelle produziert und geht zum Teil schon nach wenigen Tauchgängen kaputt. Als Urlaubstaucher mag das noch klar gehen, aber als TL kann ich mir schlichtweg keine 3-4 Paar Flossen pro Jahr leisten. Der heutige Mangel an Qualität ist ein großes und sehr teures Ärgernis.

      Naja, im besten Sinne,
      Liko

  • Gerwin sagt:

    Danke für den Beitrag 🙂 Als blutiger Anfänger wollte ich mich mal erkundigen, welche Teile erfahrungsgemäß gut sind und bin dadurch auf euren Beitrag gestoßen. Ich habe noch keinen OWD, möchte diesen aber so bald wie möglich machen. Ich habe jetzt noch nicht weiter geschaut, aber wenn ihr eine Tauchschule habt, schaue ich ja vielleicht mal bei euch vorbei…. Eine kurze Frage noch: Hat Lena auf dem Bild andere Flossen in der Hand oder kann man bei den Excel + das “System” zum Anziehen austauschen? Im Internet habe ich nämlich nur die mit dem “Klicksystem” gefunden. 🙂

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